schon traurig

Die Menschheit wir kollektiv dümmer. Das ergaben mehrere Studien und auch der Durchschnitts IQ ist geringer, als noch vor 50 Jahren. Große Denker wie Goethe oder Schiller wird es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr geben. Gerne möchte ich einmal alltägliche Dinge aufzählen, die uns dümmer machen, mich mit eingeschlossen.

ständig googeln

Mit dem PC, Laptop, Smartphone oder Tablet sind wir ständig mit dem Internet verbunden. Wir haben damit Zugriff auf alle möglichen Informationen. Das ist einerseits gut, denn so haben wir Zugriff auf unendlich viel Wissen. Anderseits führt das dazu, dass wir ständig googeln – und jede Antwort sofort parat haben. Wir müssen uns nicht mehr bemühen, um an Informationen zu gelangen. Dadurch vergessen wir sie auch wieder schneller, bis wir sie das nächste Mal googeln. Sprachassistenten wie Siri und Alexa nehmen uns nicht nur das Suchen nach Informationen und Problemlösen ab, sondern auch das Tippen. Adressen und Telefonnummern können wir uns dank Google und Smartphone nicht mehr merken. Besser gesagt versuchen wir es gar nicht mehr.

günstige Kleidung kaufen, statt selber herzustellen

Uns ist eine weitere Fähigkeit abhanden gekommen. Nur wenige können noch selber Nähen. Mein Mutter kann noch stricken. Nicht nur Mützen oder Socken, sondern auch aufwändigere Teile wie Pullover oder Strickjacken. Dadurch, dass sie so günstig ist, lohnt es sich heute nicht mehr, Kleidung selber herzustellen.

Einkauf in vollen Supermräkten

Erdbeeren im Winter oder Kiwis aus Neuseeland. In unseren Supermärkten bekommen wir zu jeder Zeit Obst, Gemüse und andere Lebensmittel aus der ganzen Welt. Dadurch wissen wir gar nicht mehr, was eigentlich bei uns wächst und vor allem wann. Wir kennen unsere Umwelt und die Abläufe der Natur nicht. Wir benötigen einen Saisonkalender, um möglichst umweltfreundlich einzukaufen.

Fitnesstracker

Fitness-Tracker und Sportuhren sollen dabei helfen, den Alltag möglichst gesund zu gestalten. Sie zeigen uns, wie viele Schritte wir gegangen sind, wie hoch unser Puls beim Joggen war oder geben uns Trainingsempfehlungen. Aber auch hier besteht die Gefahr, dass sie uns zu viel Arbeit abnehmen. Am Ende verlernen wir, unseren Körper zu verstehen. Brauchen wir also wirklich ein Gerät, das uns sagt, ob wir uns heute ausreichend bewegt oder wie gut wir geschlafen haben?

das Drama mit dem Mindesthaltbarkeistdatum

Ich kenne leider viele Leute, die Lebensmittel sofort wegschmeißen, sobald das MdH um einen Tag überschritten ist. Seit den 80er-Jahren werden in Deutschland Lebensmittel mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum gekennzeichnet. Dabei gibt es ein Problem. Die Konsumenten verlassen sich auf dieses Datum, anstatt auf ihre Sinne und prüfen nicht, ob etwas noch essbar ist. Dadurch landen jedes Jahr tonnenweise Lebensmittel unnötigerweise im Müll.

Das Navi

Viele Menschen benutzen nur noch das Navigationssystem. Auch für kurze Strecken wird geprüft, ob man noch richtig läuft. Dabei geht der Orientierungssinn verloren. Viele Leute kennen die Himmelrichtungen nicht, auch nicht in ihrer eigenen Stadt.

Fertiggerichte

Wir haben wenig Zeit und sind außerdem ständig unterwegs. Oft kommt deswegen Fertigessen auf den Tisch. Oder Nudeln mit Soße und andere unkomplizierte Gerichte, die schnell gehen. Die Kunst zu kochen lernen viele von uns gar nicht mehr. Unser Bedürfnis nach schnellem Essen könnte darüber hinaus auch einen direkten Einfluss auf unser Gehirn haben. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die viel salz- und zuckerhaltiges Junkfood essen, in ihrer Lern- und Erinnerungsfähigkeit beeinträchtigt waren. Junkfood soll auch die Bildung von neuen Neuronen negativ beeinflussen.

Es ist nicht alles schlimm

Auch wenn viele der modernen Errungenschaften offensichtlich einen negativen Einfluss auf uns haben. Es ist nicht alles so schlimm, wie es scheint. Die ständige Verfügbarkeit von Informationen aus dem Internet beispielsweise ist auch eine große Chance. Wir können uns theoretisch Wissen aus den verschiedensten Quellen aneignen und dadurch viel informierter sein als Menschen aus früheren Generationen. Wir verlieren Fähigkeiten wie Nähen oder Stricken, bekommen dafür jedoch andere Kompetenzen wie beispielweise Fotografieren oder Bildbearbeitung. Dank Smartphone und den sozialen Medien rücken wir außerdem näher zusammen. Wer Freunde oder Verwandte im Ausland hat, weiß, wie viel einfacher und schneller die Kommunikation mit ihnen in den letzten Jahren geworden ist. Ob technische Geräte vorteilhaft für uns sind, oder uns eher verdummen, hängt vor allem davon ab, wie wir sie nutzen.


01.03.2018

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