ich weiß nicht recht

Eine Firma namens Nectone arbeitet an einem Service, bei dem sterbenskranke Menschen ihr Gehirn bis in die Nanoebene genau erhalten können. Dazu müssen sie sich aber erst töten lassen. Für die Gehirnkonservierung gibt es sogar eine Warteliste.

Das Start-Up plant Hirne genauso zu konservieren, dass sie sich eine Tages auf Computern simulieren lassen. Wenn ich mir so vorstelle, dass meine Persönlichkeit irgendwann auf einem Computer landet, dann finde ich das schon recht gruselig. Bis jetzt scheint ihr Projekt Anklang zu finden. Nectome hat bereits eine Million US-Dollar an Investmentgeldern eingeworben und zudem fast eine Million an Forschungsgeldern von der amerikanischen Regierung erhalten, um besonders genaue Hirnabbilder zu schaffen.

Allerdings gibt es da ein doch recht größeres Problem. Damit die Nectome-Prozedur funktioniert, muss das Gehirn ganz frisch sein. Die Firma plant daher, Menschen mit einer tödlichen Krankheit an eine Herz-Lungen-Maschine anzuschließen und dann ihre spezielle Mischung Einbalsamierungschemikalien durch die Halsschlagader zu pumpen, während diese noch am Leben sind. Nectome beschäftigt dafür Anwälte, die das vor zwei Jahren verabschiedete „End of Life Option“-Gesetz der kalifornischen Regierung kennen. Dieses erlaubt eine vom Arzt unterstützte Selbsttötung für Todkranke. Und es gibt tatsächlich Menschen, die sich dazu bereit erklärt haben. Die Warteliste umfasst derzeit 25 Menschen, die jeweils 10.000 US Dollar bezahlt haben.

Wenn dies wirklich klappen würde, fände ich es mega beeindruckend. Allein vom wissenschaftlichen Aspekt betrachtet, wäre das ein mega Durchbruch. Aber dann kommt immer irgendeiner auf blöde Gedanken und schon ist es missbraucht. Und irgendwie kann ich mir es einfach nicht so richtig vorstellen. Aber dann wüsste ich, wie sich Commander Data gefühlt hat.


16.03.2018

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