China

In China soll ein Punkltesystem zur besseren Überwachung und Kontroller der Bürger eingeführt werden. Wer staatstreu handelt bekommt Punkte. Mit den Punkten soll man dann bessere Konditionen bei Krediten, Verträgen etc. bekommen.

Ein bisschen klingt das ja nach Schufa, doch es ist viel mehr als das. Während in der Schufa nur Einträge zu deinem Zahlungsverhalten sind, wird in Zukunft bei dem chinesischen Punktesystem alles protokolliert. Der Chinese wird zum gläsernen Bürger. Triffst du dich beispielsweise mit Kapitalismusbefürworten, hast du einen sehr niedrigen Punktescore. Dies führt dann dazu, dass du keinen Kredit bekommst.

Die Bürger werden wie bei einer Rating Agentur eingestuft. Es gibt zum Beispiel Pluspunkte, wenn du deine Eltern regelmäßig besuchst während du für inkorrekte Mülltrennung mit Punktabzug bestraft wirst. Wer Pornos konsumiert muss ebenfalls mit Punktabzug rechnen. Wenn du jedoch gesund lebst, wird die mit einer guten Punktzahl bewertet.

Ab 2020 könnte dieses System landesweit eingeführt werden. In einige Regionen laufen schon die ersten Tests. Die Daten kommen z.B. von Arbeitgebern, Krankenkasse, Banken, Versicherung usw. Diese riesigen Datenmengen sollen in der Alibaba Cloud zusammenfließen und verarbeitet werden. Es gibt sogar eine offizielle Begründung. Die chinesische Regierung findet, das Vertrauen zwischen Bürgern, Unternehmen und dem Staat müsse wiederhergestellt werden. Schaffen soll das ein System, das 1,4 Milliarden Menschen in China der totalen Überwachung unterwirft.


07.01.2018

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