Scherz?

Internet aus der Lampe? Das klingt schon etwas seltsam. Dabei assoziiere ich eher Aladin und die Wunderlampe. Aber es ist kein Scherz. Eine Schreibtischlampe und ein Dongle sorgen dafür, dass man online ist. Man braucht kein WLAN und man muss auch keine lästigen Kabel ziehen.

Es gibt viele Menschen, die mit dem WLAN ein Problem haben. Die Gründe seien einmal dahin gestellt und sind hier nicht von Relevanz. Wenn man dann auch noch kein LAN Kabel legen möchte, sitzt man ganz schön in der Klemme. Die Kommunikation mit dem Internet ist damit abgeschnitten. Für all diejenigen gibt es jetzt das Internet aus der Lampe.

Mit Hilfe eines USB Dongles und einer LED Lampe kann der Rechner wieder ans Netz. Der Dongle dient hier als Empfänger und die Lampe sendet per LED die Signale an den Dongle. Die Technik ist nicht neu, jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht wirklich praktikabel. Es erinnert doch ein bisschen an die Infrarottechnik. Sender und Empfänger müssen nah beieinander sein und auch der Winkel muss stimmen.

Bezüglich der Geschwindigkiet kann Li-Fi durchaus mit Kupferkabel mithalten. 2015 wurden in einem Feldversuch 1 GB/s erreicht. Aber Feldversuche gehen eben doch an der Realität vorbei. Von den Bedingungen mal ganz abgesehen. MyLiFi schafft Geschwindigkeiten von 13 Mbps (Down) und 10 Mbps (Up). Den Strom bezieht sie über Power over Ethernet. Also so gesehen muss man hier schon ein Kabel legen. Aber es muss nicht noch ein zusätzliches Kabel gelegt werden. Eine normale Schreibtischlampe würde sowieso ein Stromkabel benötigen. Hier tauscht man es gegen ein Ehternetkabel aus. Einziger Haken, man benötigt noch einen PoE Adapter. Und die Lampe ist mit 700$ nicht gerade ein Schnäppchen.


11.01.2018

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